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Darum war die B1 in Dortmund am Freitag kurzzeitig gesperrt

Darum war die B1 in Dortmund am Freitag kurzzeitig gesperrt

Die Mitarbeiter der Bauverbände am Westfalendamm ahnten bereits, dass es in der nächsten Stunde unangenehm für sie werden könnte. Ein Büro nach dem anderen kurbelte langsam die Jalousien runter, während sich der Protestzug der IG-Bau näherte.

Im Defdahl und B1 kurzzeitig gesperrt

Die Demonstration begann gegen 10.45 Uhr im Defdahl. Rund 80 Bauarbeiter versammelten sich hinter einem kleinen Radlader, um für höhere Löhne, bezahlte Anfahrtswege und besseren Infektionsschutz auf den Baustellen zu demonstrieren.

Nie hätte es mehr Arbeit geben, die Branche würde trotz der Pandemie wachsen, nur bei den Löhnen würde sich nichts bewegen. Es fehle überall Arbeitskräften und oft auch an der Umsetzung der Corona-Hygienemaßnahmen.

Vom Defdahl bewegten sich die Teilnehmer auf die Lübkestraße und zogen dann gegen 11 Uhr langsam über den Westfalendamm. Für wenige Minuten sperrte die Polizei beide Fahrrichtungen ab. Die Demonstranten liefen über die Freiligrathstraße zu ihrem Ziel, den Bauverbänden.

„Oft ist nicht mal das Händewaschen möglich“

Vor dem Gebäude stellte sich der Hauptgeschäftsführer der Bauverbände Hermann Schulte-Hiltrop den Argumenten der Bauarbeiter: Schulte-Hiltrop sagte, er könne viele Forderungen nachvollziehen, in Bezug auf die Löhne seien die Vorstellungen allerdings überzogen.

Quelle: Ruhrnachrichten